Der von Georg Kress entwickelte Fragmentale Stil drückt sich vor allem in der Spannung von Farben und Formen, von abstrakten und gegenständlichen Bildelementen aus. Geist und Materie, Gefühl und Realität werden in ihrer Wechselbeziehung sichtbar und wirken zusammen zu einer ganzheitlichen Darstellung.
Wenn das Altar-Triptychon eines Tages den endgültigen Ort seiner Bestimmung findet, wird sich seine Wirkung und Ausstrahlung im Miteinander einer lebendigen Gemeinde dauerhaft zeigen können. Eine weitere „Wanderung“ des Altar-Gemäldes durch verschiedene Kirchen und vielleicht auch Museen eröffnet ebenfalls zahlreiche immer neue Erfahrungs- und Begegnungsmöglichkeiten.
Das Friedensgebet von Assisi stellte damals einen ungeheuren Schritt zur Überwindung der religiösen und ethnischen Schranken dar und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Bei der Würdigung des Pontifikates von Papst Johannes Paul II. nach seinem Tode fand sein Gedanke eines grenzüberschreitenden gemeinsamen Eintretens aller Völker für den Weltfrieden, wie er sich am beeindruckendsten im Friedensgebet von Assisi manifestierte, bisher wohl zu wenig Beachtung.